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	<title>Juraexamen.info &#187; Menschenwürde</title>
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	<description>Jura Blog und Online-Zeitschrift für Jurastudium, Staatsexamen und Referendariat</description>
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		<title>Lesenswerte und examensrelevante Artikel der Kalenderwoche 30/2010</title>
		<link>http://www.juraexamen.info/examensrelevante-entscheidungen-lesenswerte-artikel-von-dieser-woche/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 09:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Samuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schuldrecht]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Fiktive Schadensberechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherungsverwahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Tatverdacht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im Folgenden eine kurze Zusammenstellung von lesenswerten examensrelevanten Artikeln in anderen Jura Blogs in der Kalenderwoche 30/2010:</p>
<p>Schuldrecht: Die fiktive &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start --><p>Im Folgenden eine kurze Zusammenstellung von lesenswerten examensrelevanten Artikeln in anderen Jura Blogs in der Kalenderwoche 30/2010:</p>
<p>Schuldrecht: Die fiktive Schadensabrechnung und die Vertragswerkstatt<br />
<a href="http://www.jurakopf.de/die-fiktive-schadensabrechnung-und-die-vertragswerkstatt-neues-vom-bgh/" target="_blank">@ Jurakopf</a></p>
<p>BVerfG: Zur Lehrfreiheit eines Fachhochschulprofessors<br />
<a href="http://www.rechtslupe.de/allgmeines/die-lehrfreiheit-eines-fachhochschulprofessors-320487"  target="_blank">@ Rechtslupe</a></p>
<p>BVerfG: Strafgefangener hat auch nach Beendigung der Maßnahme berechtigtes Interesse an Feststellung der gegen die Menschenwürde verstoßenden Haftraumunterbringung<br />
<a href="http://beck-aktuell.beck.de/news/bverfg-strafgefangener-hat-auch-nach-beendigung-der-massnahme-berechtigtes-interesse-an-festste" target="_blank">@ Beck Ticker</a></p>
<p>Neues zur Sicherungsverwahrung: Justizministerin sorgt für einheitliche Rechtsprechung<br />
<a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/5422" target="_blank">@ Strafrecht Online Blog</a></p>
<p>StPO: Anlässlich der Freilassung Kachelmanns ein Artikel zu den verschiedenen Verdachtsarten: Anfachsverdacht, hinreichender Tatverdacht, dringender Tatverdacht<br />
<a href="http://randnotizjura.verwalten.ch/wordpress/?p=108" target="_blank">@ Sven Weichel</a></p>
<p>Ein schönes Wochenende!</p>
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		<item>
		<title>Paintball verstößt nicht gegen die Menschenwürde</title>
		<link>http://www.juraexamen.info/paintball-verstost-nicht-gegen-die-menschenwurde/</link>
		<comments>http://www.juraexamen.info/paintball-verstost-nicht-gegen-die-menschenwurde/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 23:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Werkmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliches Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 1 GG]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 1 Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Paintball]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Beck-Ticker berichtet, dass Paintball <a href="http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?sessionid=69D01402A08D441088DA2E6516491164&#38;docid=298768&#38;docClass=NEWS&#38;site=Beck%20Aktuell&#38;from=HP.10" target="_blank">nicht gegen die Menschenwürde verstößt</a>. Das OVG Lüneburg stellte fest, dass die Spieler sich &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start --><p>Der Beck-Ticker berichtet, dass Paintball <a href="http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?sessionid=69D01402A08D441088DA2E6516491164&amp;docid=298768&amp;docClass=NEWS&amp;site=Beck%20Aktuell&amp;from=HP.10" target="_blank">nicht gegen die Menschenwürde verstößt</a>. Das OVG Lüneburg stellte fest, dass die Spieler sich nicht wechselseitig zum bloßen &#8220;Objekt&#8221; machen. Es bestätigt damit die Rechtsansicht der Vorinstanzen.</p>
<p>Meines Erachtens eine interessante Feststellung angesichts der Laserdrome-Entscheidung des BVerwG:</p>
<blockquote><p>Unterhaltungsspiele können aber auch dadurch gegen die verfassungsrechtliche Garantie der Menschenwürde verstoßen, dass beim Spielteilnehmer eine Einstellung erzeugt oder verstärkt wird, die denfundamentalen Wert-und Achtungsanspruch leugnet, der jedem Menschen zukommt. Das geschieht insbesondere dann, wenn Gewaltakte gegen Menschen in der Absicht dargestellt werden, den Beteiligten ein sadistisches Vergnügen an dem Geschehen zu vermitteln. Denn eine solche Tendenz schließt die Vorstellung von der Verfügbarkeit des Menschen als bloßes Objekt ein, in dessen Leben und körperliche Integrität nach Belieben eingegriffen werden kann. (<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE 115, 189" target="_blank" title="BVerwG, 24.10.2001 - 6 C 3.01: Entscheidung &uuml;ber Laserdrome dem Europ&auml;ischen Gerichtshof zur En...">BVerwGE 115, 189</a> Laserdrome).</p></blockquote>
<p>Wichtig ist bei <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/1.html" target="_blank">Art. 1 Abs. 1 GG</a>, dass ein Eingriff in die Menschenwürde nicht zu rechtfertigen ist. Insofern ist bei der Definition des Schutzbereichs restriktiv vorzugehen, so dass die Abwägung bereits auf dieser Ebene stattfindet.</p>
<p>Sofern man sich mit der Frage der Vereinbarkeit von Paintball-Veranstaltungen und <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/1.html" target="_blank">Art. 1 Abs. 1 GG</a> im Rahmen einer Klausur beschäftigt, sollte auf jeden Fall ähnlich wie beim Laser-Tag-Spiel argumentiert werden. Ob man sich im Ergebnis für oder wider die Verfassungswidrigkeit entscheidet, ist bei entsprechender Argumentation hingegen unerheblich.</p>
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		</item>
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		<title>Die wichtigsten Leitentscheidungen des BVerfG &#8211; Lebenslange Freiheitsstrafe (BVerfGE 45, 187)</title>
		<link>http://www.juraexamen.info/die-wichtigsten-leitentscheidungen-des-bverfg-lebenslange-freiheitsstrafe-bverfge-45-187/</link>
		<comments>http://www.juraexamen.info/die-wichtigsten-leitentscheidungen-des-bverfg-lebenslange-freiheitsstrafe-bverfge-45-187/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 11:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Pötters</dc:creator>
				<category><![CDATA[BVerfG Leitentscheidungen & Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliches Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Schon gelesen?]]></category>
		<category><![CDATA[BVerfG]]></category>
		<category><![CDATA[BVerfG Leitentscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslang]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[§ 211 StGB]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em>Leitsätze:</em><br />
1. Die lebenslange Freiheitsstrafe für Mord (<a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html" target="_blank" title="&#167; 211 StGB: Mord">§ 211 Abs. 1 StGB</a>) ist nach Maßgabe der folgenden Leitsätze &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start --><p><em>Leitsätze:</em><br />
1. Die lebenslange Freiheitsstrafe für Mord (<a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html" target="_blank" title="&sect; 211 StGB: Mord">§ 211 Abs. 1 StGB</a>) ist nach Maßgabe der folgenden Leitsätze mit dem Grundgesetz vereinbar.<br />
2. Nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse kann nicht festgestellt werden, daß der Vollzug der lebenslangen Freiheitsstrafe gemäß den Vorschriften des Strafvollzugsgesetzes und unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Gnadenpraxis zwangsläufig zu irreparablen Schäden psychischer oder physischer Art. führt, welche die Würde des Menschen (<a href="http://dejure.org/gesetze/GG/1.html" target="_blank">Art. 1 Abs. 1 GG</a>) verletzen.<br />
3. Zu den Voraussetzungen eines menschenwürdigen Strafvollzugs gehört, daß dem zu lebenslanger Freiheitsstrafe Verurteilten grundsätzlich eine Chance verbleibt, je wieder der Freiheit teilhaftig zu werden. Die Möglichkeit der Begnadigung allein ist nicht ausreichend; vielmehr gebietet das Rechtsstaatsprinzip, die Voraussetzungen, unter denen die Vollstreckung einer lebenslangen Freiheitsstrafe ausgesetzt werden kann, und das dabei anzuwendende Verfahren gesetzlich zu regeln<br />
4. Die Qualifikation der heimtückischen und der zur Verdeckung einer anderen Straftat begangenen Tötung eines Menschen als Mord gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html" target="_blank" title="&sect; 211 StGB: Mord">§ 211 Abs. 2 StGB</a> verletzt bei einer an dem verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz orientierten restriktiven Auslegung nicht das Grundgesetz.<br />
<em>Bedeutung:</em><br />
Dieses Urteil prägt noch heute maßgeblich die (restriktive) Auslegung der Mordmerkmale durch die Rechtsprechung des BGHSt (vgl. Leitsatz Nr. 4). Auch wurde durch dieses Urteil verbindlich entschieden, dass „lebenslänglich“ i.S.v. <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html" target="_blank" title="&sect; 211 StGB: Mord">§ 211 StGB</a> bei verfassungskonformer Auslegung eben nicht wirklich „ein Leben lang“/“bis zum Tode“ heißt, sondern dass die Menschenwürde gebietet, dass auch ein Mörder eine realistische Perspektive haben muss, irgendwann wieder in Freiheit leben zu können. Das Gnadenrecht ist hierfür nicht ausreichend – das Rechtsstaatsprinzip gebietet insoweit eine rechtliche Regelung (Gnade ist nach hM etwas außerrechtliches und nicht gerichtlich überprüfbar).<br />
Eigentlich gibt es dieses Urteil ja schon ziemlich lang (21. Juni 1977), gleichwohl fragen die Boulevard-Zeitungen immer wieder gerne und mit gespielter Empörung, warum lebenslänglich bei den Juristen denn nicht lebenslänglich heißt. Man kann Ihnen die Lektüre dieses Urteils nur empfehlen…</p>
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