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	<title>Juraexamen.info &#187; Jura mündliche Prüfung Vorbereitung</title>
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	<description>Jura Blog und Online-Zeitschrift für Jurastudium, Staatsexamen und Referendariat</description>
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		<title>Vorbereitung zwischen Klausuren und Mündlicher Prüfung</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 05:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simon</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><strong> Und nun?</strong> Hat man den Spannungsbogen bis zu den schriftlichen Klausuren aufrecht erhalten können und die Nachwehen der Feierlichkeiten überstanden, &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start --><p><strong> Und nun?</strong> Hat man den Spannungsbogen bis zu den schriftlichen Klausuren aufrecht erhalten können und die Nachwehen der Feierlichkeiten überstanden, kommt recht schnell das schlechte Gewissen auf mit der brutalen Frage: „Was nun?“. Kurzfristig muss einfach Erholung sein, fahrt weg, packt die Bücher und Unterlagen in den Schrank und versucht, die Klausuren und den Stoff für ein paar Wochen (6-8 sind meiner Meinung nach vollkommen angemessen) zu vergessen. Manche nutzen die Zeit für Praktika oder Nebenjobs, ich für meinen Teil lag eher auf der faulen Haut.</p>
<p><strong>Mittelfristig</strong> muss man natürlich versuchen, wieder in den Lernrythmus zu kommen. Das „Reinkommen“ an sich ist schon schwer genug, daher würde ich meinen, dass man sich langsam rantasten sollte, allein schon in Bezug auf die Zeit. Tastet euch also langsam wieder an die Arbeitsweise ran und habt kein schlechtes Gewissen, wenn das in der ersten Woche überhaupt nicht funktioniert.</p>
<p><strong>Was ist zu tun?</strong> Inhaltlich meine ich, ist es vor allem wichtig, den ganz normalen Prüfungsstoff zu wiederholen, denn dieser wird in der mündlichen Prüfung erwartet. Denn das Stellen von Fällen ist auch in der mündlichen Prüfung das probate Mittel, das Gelernte und die Transferleistungen abzuprüfen. Nehmt euch also einfach die Sachen zur Hand, die ihr schon für die schriftlichen Prüfungen genutzt habt. Das sollte meiner Meinung nach auch den Löwenanteil der Vorbereitung ausmachen. Ich würde außerdem dazu raten, die verschiedenen Verfahrensrechte intensiv zu wiederholen, sehr viele Prüfer sind Praktiker und begeben sich vielleicht lieber in gewohntes Terrain, als in dogmatische Untiefen.</p>
<p><strong>Zum Kurzvortrag</strong>. Sollte in eurer Prüfungsordnung ein Kurzvortrag vorgesehen sein, verfallt nicht in Panik. Zu allererst gilt es, die Vorschriften mal zu lesen, um einen Überblick über Zeitrahmen und Erwartungen zu bekommen. Dann helfen auch Bücher, die speziell auf den Vortrag vorbereiten. Nehmt euch einfach die ausführlichen Tipps im bereits geposteten Artikel zu Herzen. <a title="17 Punkte" href="http://www.juraexamen.info/die-mundliche-prufung-17-punkte-im-vortrag-so-gehts/">http://www.juraexamen.info/die-mundliche-prufung-17-punkte-im-vortrag-so-gehts/</a></p>
<p><strong>Rep. für die Mündliche?</strong> In machen Städten werden gesonderte Veranstaltungen für die mündliche Prüfung angeboten. Oder reicht es, die Klappentexte der Beck-dtv-Gesetze und die ersten Kapitel der AT Lehrbücher zu lesen? Bedenken bestehen sicherlich hinsichtlich geschichtlicher Fragen und der juristischen Allgemeinbildung oder vielleicht bezüglich der Relevanz des aktuellen Tagesgeschehens. Diese Punkte werden wohl selten den Schwerpunkt einer Prüfung ausmachen, aber eine falsche Antwort auf die Frage, wer denn momentan den Bundespräsidenten wählt, hinterlässt einen sehr schlechten Eindruck, den man unbedingt vermeiden sollte. Ob man dafür ein Rep. besuchen sollte, kann ich nicht abschließend beantworten, denke aber eher, dass das nicht unbedingt erforderlich ist. 400 digitale Lernkarten im Frage- / Antwort-Format für die mündliche Prüfung im 1. juristischen Staatsexamen findet Ihr <a href="http://goo.gl/q2ZNt" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Frage-Antwort-Spiel</strong>. Das sollte man unbedingt simulieren, sei es in der AG oder im Rep. Daran muss man sich gewöhnen. Im Grunde muss man auf jede Frage zumindest anfangs eine einigermaßen stimmige Antwort parat haben. Auch gilt es im Falle des absoluten Unwissens jedenfalls zu versuchen, das Problem zu erfassen und zu formulieren. Nichts ist hier schlimmer, als nichts zu sagen. Also streitet euch, argumentiert, antizipiert, improvisiert. Sprecht über den Stoff und die Fälle, nur so kann man Eloquenz entwickeln und sich auch in brenzligen Situationen sicher fühlen.</p>
<p><strong>Kein Bock mehr</strong>. Irgednwann wird sich bei Euch ganz sicher ein Gefühl der rieigen Lustlosigkeit einstellen, das schnell in Nihilismus und Fatalismus umschlagen kann. Aber keine Sorge, das ist normal. Denn gerade das Gefühl, auf das Ungewisse (die Ergebniss der Klausuren) hinlernen zu müssen, kann entnervend sein.</p>
<p><strong>3 Wochen Zeit</strong>. Sind die Vorpunkte da, habt ihr (je nach Bundesland) eine gewisse Zeit, euch an Hand der Protokolle vorzubreiten. Hier ist es einfach wichtig, die Prüfer und deren Vorlieben ein wenig kennen zu lernen. Abraten würde ich vom Auswendiglernen der gestellten Fälle. Das bringt nichts und fällt evtl. in der Prüfung sogar negativ auf. Außerdem würde ich mich intensiv mit den Prüfern beschäftigen. Sinnvoll ist es auch (gerade bei Professoren), die letzten Veröffentlichungen zu checken (z.B. mittels juris und beck-online). Wenn da aktuelle Probleme und Urteilsanmerkungen dabei sind, würde ich mir diese auf jeden Fall durchlesen.</p>
<p><strong>Fazit/Lerntipps im Überblick</strong>:</p>
<ul>
<li>Motiviert euch langsam, aber bestimmt</li>
<li>Wiederholt in erster Linie den normalen Pflichtstoff</li>
<li>Zeitung lesen (bei faz.net gibt es im Wirtschaftsteil die Rubrik &#8220;Recht und Steuern&#8221;)</li>
<li>aktuelle Urteile checken (könnt ihr teilweise auch als RSS!) und den Beck News-Ticker lesen</li>
<li>Lest euch ein in Sachen Rechtsgeschichte und juristische Allgemeinbildung</li>
<li>Übt Vorträge vor Publikum (1x Woche)</li>
<li>Wiederholt die alten Examensfälle und aktuelle Fälle aus der Rechtsprechung anhand von Ausbildungszeitschriften und in einer Lerngruppe</li>
<li>Diskutieren und (ruhig) sachliches Streiten in der Lerngruppe</li>
<li>Checken, ob und was Eure Prüfer in letzter Zeit so veröffentlicht haben</li>
</ul>
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		<title>Die mündliche Prüfung: Vorbereitung auf den Vortrag</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 06:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Pötters</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Im folgenden Artikel will ich meine Erfahrungen bei der Vorbereitung auf den Vortrag in der mündlichen Prüfung im ersten juristischen &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start --><p>Im folgenden Artikel will ich meine Erfahrungen bei der Vorbereitung auf den Vortrag in der mündlichen Prüfung im ersten juristischen Staatsexamen weitergeben. Natürlich kann man bei jedem Tipp auch wieder anderer Ansicht sein, ich denke aber, dass meine Ratschläge der hM entsprechen dürften.</p>
<p><strong>1. Gründet eine Lerngruppe für das Vortragstraining!</strong></p>
<p>Ja ja, ich weiß. Das mit der Lerngruppe kennt ihr schon und habt es mindestens schon hundertmal gehört. Aber ich rufe es gerne nochmal ins Gedächtnis: Nichts ist wichtiger als eine gute Lerngruppe. Dies gilt beim Vortrag noch viel mehr als sonst, denn irgendwie muss man die Vortragssituation simulieren.</p>
<p>Die meisten von uns sind noch nicht gerade rhetorisch erfahren, sodass ein regelmäßiges Training unverzichtbar ist, um die nötige Sicherheit zu gewinnen. Auch andere Fähigkeiten erwirbt man hierdurch wie von selbst, z.B. ein souveränes Timing. Es ist wichtig, die Vortragszeit möglicht auszuschöpfen (z.B. 10 von 12 Minuten) ohne in die Gefahr eines Überziehens zu kommen, denn dann wird idR wirklich gnadenlos die Uhr angehalten und Euer Vortrag unterbrochen.</p>
<p><strong>2. Verschiebt das Kuscheln auf die Zeit nach der Lerngruppe!</strong></p>
<p>Kuscheln und Schmusen kann Spaß machen, das will ich nicht abstreiten. Im Rahmen der Lerngruppe ist es aber nicht zweckdienlich: Kuschel-Lerngruppen sind verschwendete Zeit! Wenn Ihr eine Lerngruppe habt, dann versucht die Prüfungssituation so realistisch wie möglich darzustellen. Keine großen Nettigkeiten verteilen. Keine gemütliche Couch-Lerngruppe. Setzt euch gegenüber an einen Tisch (also zumindest in NRW muss man den Vortrag im Sitzen halten) und legt los. Keiner hat etwas davon, wenn er sich erst ca. 1 Stunde auf den Vortrag vorbereitet, Ihn dann hält, um dann schließlich von allen Seiten nur Lob zu bekommen.</p>
<p>&#8220;Du hast das schon echt gut gemacht.&#8221; &#8220;Also ich würde dir mindestens 15 Punkte dafür geben.&#8221;  Solche Kommentare braucht kein Mensch! Wenn Ihr Euch nicht kritisiert, wird keiner besser. Also geht ganz genau und pingelig darauf ein, ob jemand immer &#8220;ähhm&#8221; sagt, eine nervöses Zucken hat, auf den Boden schaut, unstrukturiert redet, zu schnell redet, unverständlich redet, usw. Keiner ist perfekt! Also nehmt die Kritik dankend an und versucht den Vortrag direkt noch einmal ohne &#8220;ähhhmmm&#8221; und Nasebohren.</p>
<p><strong>3. Schaut Euch Vorträge an!</strong></p>
<p>Also mir hat das geholfen. Überlegt wirklich kritisch, was die Leute vorne richtig machen und was nicht. Schreibt euch nur das Wichtigste auf. Diese Liste dann aber bitte akribisch abarbeiten und in der Lerngruppe umsetzen. Fragt die Prüflinge vielleicht nach Ihren Noten, wenn Ihr Sie vorm OLG wiedertrefft und was den Prüfern gerade nicht gefallen hat, man kriegt nämlich idR von der Prüfungskommission ein ausführliches Feedback zum Vortrag.</p>
<p><strong>4. Was kommt dran?</strong></p>
<p>Leider kann die Antwort mal wieder heißen: alles! Dennoch würde ich hier einen Tipp mit auf den Weg geben wollen. In vielen Büchern und Hinweisen für die mündliche Prüfung wird immer wieder darauf hingewiesen, dass häufig Themenvorträge drankommen würden und keine &#8220;normalen&#8221; Fälle/Sachverhalte. Also ich würde das nicht überschätzen. Natürlich kann es sein, dass beim Grundgesetz-Jubiläum mal ein Prüfer auf die Idee kommt hierzu ein Vortragsthema zu ersinnen. Das ist aber meines Erachtens die absolute Ausnahme. In Eurer Lerngruppe könnt Ihr ja mal einen Themenvortrag halten, aber konzentriert Euch eher auf Fälle.</p>
<p><strong>5. Wie präsentiere ich einen Fall?</strong></p>
<p>Da also in der Regel ein Fall drankommt, stellt sich die Frage, ob es hier Abweichungen zum üblichen Gutachtenstil im schriftlichen Teil gibt. Ich würde sagen, dass man zwar grundsätzlich beim Gutachtenstil bleiben sollte, jedoch noch viel deutlicher Schwerpunkte setzen muss, sonst wird das schon in zeitlicher Hinsicht eng. Auch können einleitende Floskeln wie &#8220;und hier liegt nun ein erster Problemschwerpunkt&#8221; hilfreich sein, um die Zuhörer/Prüfer gedanklich &#8220;mitzunehmen&#8221; und dem eigenen Vortrag Struktur zu geben. Statt dem üblichen Gutachten-Schlusssatz bietet sich ein kleines Résumé/Fazit an.</p>
<p>Um eine klare Struktur zu haben, sollten natürlich auch Eure Notizen bzw. die Lösungsskizze gut strukturiert sein.</p>
<p><strong>6. Legt euch Standardsätze zurecht!</strong></p>
<p>Es ist wirklich sinnvoll, sich einige Standardsätze zurecht zu legen. Dies gibt Euch enorm Sicherheit in der entscheidenden Prüfungssituation. Am Besten wäre natürlich, wenn Ihr Euch die Sätze schon für die Lerngruppe zurecht legt. Vor allem eine einleitende Begrüßung solltet Ihr im Schlaf können. Als Anrede bietet sich &#8220;Sehr geehrte Prüfungskommission&#8221; an. Nicht empfehlenswert ist &#8220;Sehr geehrte Damen und Herren&#8221;, da nämlich ggf. nur eine oder gar keine Dame dabei ist. Bitte spart Euch pompöse Sätze (folgendes habe ich wirklich miterlebt: &#8220;Sehr geehrte Damen und Herren. Herzlich willkommen zu meinem Vortrag auf dem Gebiet des Gesellschaftrechts, mit Bezügen zum Handelsrecht.&#8221; Dieser Typ ist mit 4,0 nach Hause gegangen!).</p>
<p><strong>7. Rhetorische Tipps</strong><br />
Viele Tipps dürften selbstverständlich sein, achtet aber in der Lerngruppe (wo sonst?) trotzdem auf Ihre Einhaltung!<br />
- kein &#8220;ähm&#8221;, kein &#8220;äh&#8221;, das darf nur Boris Becker<br />
- Hände aus den Taschen!<br />
- unterstützende Gestik ist erlaubt (das ist schon umstritten), aber bitte nicht too much, denn Ihr seid noch nicht Barack Obama!<br />
- Schaut alle Prüfer gelegentlich an<br />
- nicht aus dem Fenster schauen, nicht auf den Boden schauen<br />
- laut und deutlich sprechen, aber nicht schreien<br />
- laaaangsam sprechen! Warum? Weil Euer Gehirn wegen der Aufregung nicht richtig funktioniert! Jeder Musiker kennt das Problem: Man denkt, man würde furchtbar langsam spielen, in Wirklichkeit spielt man aber schon schneller als bei den Proben. Das gilt auch fürs Reden.<br />
- Struktur, Struktur, Struktur: Klare Obersätze, Zwischenfazits, einleitende Sätze, überleitende Sätze, Problemschwerpunkte kennzeichnen<br />
- selbstbewusst auftreten, aber nicht überheblich (s.o.)<br />
- sachlicher Stil, keine Gags erzwingen<br />
- gerade Haltung, gleichwohl nicht verkrampft</p>
<p>Noch ein Tipp zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung: Für das Prüfungsgespräch gibt es einen<strong> Karteikartensatz mit 400 klassischen Fragen für die mündliche Prüfung im 1. Jura Staatsexamen von Dr. Gerrit Forst</strong>. <a href="http://goo.gl/RD5QT" target="_blank"><strong>Weitere Infos</strong></a></p>
<p>Bitte gebt mir ein Feedback über Eure Erfahrungen. Ich bin gerne bereit, meine Tipps zu korrigieren oder zu ergänzen.</p>
<p>Wenn ihr Zeit habt, solltet ihr mit der Lerngruppe nicht nur den Vortrag, sondern auch die Prüfungssituation simulieren.</p>
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