Archiv für die Kategorie 'Rezensionen'
Gastbeitrag: Rezension – Hemmer/Wüst/Gold, Klausurtraining Zivilurteile
Geschrieben von: christoph am 6.06.2010
Wir freuen uns, heute einen Gastbeitrag von Philipp veröffentlichen zu können. Philipp ist momentan Rechtsreferendar.
Hemmer/Wüst/Gold, Klausurtraining Zivilurteile, 13. Auflage, 04/2009
Für uns normalsterbliche und nicht mit einem „Jura-Gen“ gesegnete Referendare gilt leider, dass die Beherrschung der Theorie nicht ausreicht. Für das alles entscheidende Examen ist mindestens genauso wichtig, die wesentlichen Probleme einer Akte erkennen zu können. Und leider fängt man im Referendariat hier fast wieder bei null an. Noch einmal muss der aus zahlreichen Probeklausuren bestehende Marathon der Examensvorbereitung mit all seinen Tiefschlägen (und zum Glück auch Höhepunkten) angegangen werden. Schon deprimierend…
Der Klausurenband mit Musterurteilen aus dem zivilrechtlichen Erkenntnisverfahren von Hemmer ist ein gutes Scharnier zwischen der Bewältigung des theoretischen Stoffs und dem Einstieg in einen Klausurenkurs. Mehr will eine Sammlung von acht Akten gar nicht bieten. Jedoch ist nicht unterschätzen, dass dem frustrierten Referendar so der Übergang von den zeitintensiven und leider nicht nur hilfreichen AGs zur ernsten Examensvorbereitung mit regelmäßigen Probeklausuren einfacher gemacht wird.
Der Klausurenband orientiert sich äußerlich an vom Referendar einzuhaltenden Schemata. So kann der äußere Aufbau einer vergleichbaren Assessorklausur…
Rezension: Literatur zum Zivilurteil im Referendariat
Geschrieben von: christoph am 29.05.2010
Da ich seit April 2010 als Rechtsreferendar am LG Bonn tätig bin, möchte ich einen kurzen Überblick über die Literatur zum Zivilurteil geben. Gerade am Anfang wird man regelmäßig von seinem Arbeitsgemeinschaftsleiter dazu gedrängt, ein ganz bestimmtes Werk zu kaufen (in meinem Fall den Anders/Gehle). Sofern man bereits so voreingenommen an den Kauf eines Lehrbuchs herangeht, ist die Chance groß, dass das Lehrbuch die Erwartungen nicht erfüllt. Ich konnte leider nicht alle Werke zum Zivilurteil testen – immerhin jedoch zumindest drei der bekanntesten Werke.
Eins gilt es zu diesen Werken vorab zu sagen: Keines dieser Werke ist allumfassend und ausreichend, um ordentliche Zivilurteile zu schreiben. Die Bücher können nur als Hilfestellung für den Anfang bzw. als Nachschlagewerk dienen. Beim zweiten Examen ist es m.E. deutlich wichtiger, sich möglichst an der Lösung von Fällen zu versuchen, als dicke Bücher auswendig zu lernen.
Hemmer/Wüst/Gold, Das Zivilurteil, Theorieband, 8. Auflage 03/2010
Der Theorieband zum Zivilurteil geht nach der allseits bekannten Methodik dieser Skriptenreihen auch beim Referendariat äußerst systematisch vor. Die Bestandteile des Urteils werden Schritt für Schritt in eingängiger…
Gastbeitrag: Rezension zu Looschelders, Schuldrecht Allgemeiner Teil
Geschrieben von: christoph am 28.04.2010
Wir freuen uns, heute einen Gastbeitrag von Nicolas veröffentlichen zu können. Nicolas studiert momentan an der Uni Bonn und bereitet sich ohne Repetitor auf das Examen vor.
Rezension Looschelders, Schuldrecht AT
Dirk Looschelders, Schuldrecht Allgemeiner Teil, Heymanns-Verlag, 7. Auflage (August 2009), 25,90 €, ISBN-10: 3452271382
Im Rahmen meiner Examensvorbereitung ohne Repetitorium war es für mich besonders wichtig, auf die richtige Literatur zurückgreifen zu können. Gerade im Schuldrecht bietet sich dabei eine besondere Fülle an Ausbildungsliteratur, die die Materie mal in knapperer, mal in vollumfänglicher Form aufbereitet und abhandelt. Nicht zuletzt stellt das Schuldrecht aufgrund seiner Bedeutung ein absolutes Kerngebiet des Examensstoffs dar und ist deshalb immer wieder beliebter Prüfungsgegenstand. Für den Allgemeinen Teil des Schuldrechts gilt das Lehrbuch von Dirk Looschelders unter Studenten als Tip, den besonderen Anforderungen dieses Themengebietes gerecht zu werden.
1. Erscheinungsbild und Aufbau
Jeder Student der Rechtswissenschaft wird mindestens einmal in seinem Jura-Leben ein Werk der Lehrbuchreihe Academia Iuris in den Händen gehalten oder damit gearbeitet haben: Schnörkelloses, klares Auftreten, übersichtliches Schriftbild, dezenter Einsatz von „Info-Kästen“ und längere, zusammenhängende Textpassagen. Der Aufbau…
Rezension: Engländer – Examens-Repetitorium Strafprozessrecht
Geschrieben von: Samuel am 30.03.2010
Armin Engländer, Examens-Repetitorium Strafprozessrecht, 4. Aufl. 2009 C.F.Müller, Heidelberg, 109 Seiten, € 14,50, ISBN 978-3-8114-9721-4
Das „Examens-Repetitorium zum Strafprozessrecht“ aus der Unirep Jura Reihe richtet sich an Jurastudenten, die sich das strafprozessuale Kernwissen für die StPO-Frage in der Examensklausur im Strafrecht und die mündliche Prüfung im 1. juristischen Staatsexamen aneignen wollen.
Inhalt
Nach einer kurzen Darstellung der Ziele, Quellen und Gang des Strafverfahrens, der Prozessvoraussetzungen und der Prozessmaximen wird in kompakter und strukturierter Form auf die examensrelevanten Probleme des Strafverfahrens eingegangen. In etwas mehr als 100 Seiten wird die Theorie durch Schaubilder und Übersichten sehr gut unterstützt. Anhand der Fälle und Lösungen, die auf höchstrichterlichen Entscheidungen basieren, aber gleichzeitig auch noch die Auffassungen des Schrifttums enthalten, kann man die Theorie direkt im Anschluss an die jeweiligen Themenkomplexe am Fall üben. Die Wiederholungsfragen am Ende ermöglichen eine zusätzliche Überprüfung des Lernerfolges.
Würdigung
Im Strafprozessrecht neigt man dazu, auf Lücke zu setzen, da am Ende ja doch nur eine verfahrensrechtliche Frage im Rahmen der Strafrechts Examensklausur gestellt wird. Da möchte man lieber die Lücken in „wichtigeren“ Rechtsgebieten…
Rezension – Birk / Wernsmann – Klausurenkurs im Steuerrecht – 2. Auflage
Geschrieben von: Samuel am 6.02.2010
Dieter Birk / Rainer Wernsmann, Klausurenkurs im Steuerrecht, 2. Aufl. 2009 C.F.Müller, Heidelberg, 288 Seiten, € 22,00, ISBN 978-3-8114-8105-3
Der „Klausurenkurs im Steuerrecht“ aus der Schwerpunkte Klausurenkurs-Reihe richtet sich an Jurastudenten, die sich auf die Klausur im Schwerpunktbereich Steuerrecht vorbereiten, aber auch an Studenten der Wirtschaftswissenschaft, die sich in den Steuerrechtsprüfungen auch mit dem Lösen steuerrechtlicher Fälle befassen müssen. Das Buch enthält Verweise zum von uns bereits vorgestellten Buch „Dieter Birk – Steuerrecht“, so dass man sich schnell in die die jeweiligen Themengebiete einlesen kann.
Inhalt
Nach einer Einführung in die Anforderungen an das Schreiben steuerrechtlicher Klausuren und Seminararbeiten, die meiner Meinung nach etwas zu lang geraten ist (38 Seiten), werden insgesamt 14 Originalklausuren, die in der Übung im Steuerrecht oder im Schwerpunktbereich als Abschlussklausuren gestellt worden sind und eine Originalseminararbeit dargestellt. Dabei sind die Klausuren so ausgewählt, dass zentrale Probleme aus dem Einkommensteuer -, Umsatzsteuer- und Unternehmensteuerrecht sowie dem Steuerverfahrensrecht besprochen werden.
Würdigung
Positiv hervorzuheben ist, dass die Schwerpunkte, der Schwierigkeitsgrad und die Bearbeitungszeit jedem Klausursachverhalt vorangestellt werden, so dass man die Möglichkeit…
Gastbeitrag: Rezension zum Hemmer-Skript „Polizei- und Ordnungsrecht Nordrhein-Westfalen“
Geschrieben von: christoph am 1.02.2010
Wir freuen uns, heute einen Gastbeitrag von Nicolas veröffentlichen zu können. Nicolas studiert momentan an der Uni Bonn und bereitet sich ohne Repetitor auf das Examen vor.
Rezension zum Hemmer-Skript „Polizei- und Ordnungsrecht Nordrhein-Westfalen“
Titel: Polizei- und Ordnungsrecht NRW
Verlag: Hemmer
Auflage: 3. Auflage (2007)
ISBN: 978-3-89634-769-5
Preis: 14.80 €
Aus der Hemmer Skriptenreihe soll dieses Mal das Skript „Polizei- und Ordnungsrecht NRW“ beleuchtet werden. Wie aus meiner Literaturliste zu „Examen ohne Rep“ hervorgeht, ist dieses Werk fester Bestandteil meiner selbstständigen Examensvorbereitung geworden.
1. Erscheinungsbild und Aufbau
Wie in meinem letzten Bericht zum Skript Hemmer Baurecht NRW, findet sich auch hier der typische Hemmer-Aufbau, der sich konstant durch alle Skripten zieht: Breiter Rand für Notizen und Randnummern, methodische Hinweise („Hemmer-Methode“) und repetitive Merksätze („Hemmer-Sound“), weitere Literaturverweise und abschließende Wiederholungsfragen. Didaktischer Ausgangspunkt bei Hemmer ist bekanntlich das „Lernen am Fall“: Dem Leser sollen die einzelnen Themenkomplexe anhand eines klausurorientierten Prüfungsschemas näher gebracht und mittels kleiner Fallbeispiele erläutert werden. Entsprechend gestaltet sich auch der Aufbau des Skripts, indem im Wesentlichen nach den einzelnen Klagearten…
Gastbeitrag: Höfling, Fälle zu den Grundrechten und ders. Fälle zum Staatsorganisationsrecht
Geschrieben von: christoph am 19.12.2009
Wir freuen uns, heute einen Gastbeitrag von Marcus veröffentlichen zu können. Marcus ist Student an der Uni Freiburg und betreibt zudem auch einen juristischen Blog.
Höfling, Fälle zu den Grundrechten, 2009, München, 170 Seiten, 19,80 € / ders., Fälle zum Staatsorganisationsrecht, 4. Aufl. 2009, München, 207 Seiten, 19,50 €
Ein erster Herausforderer für den kürzlich vorgestellten Klausurenkurs im Staatsrecht II von Degenhart ist Wolfram Höfling mit dem von ihm frisch vorgelegten Band 187 zu den Grundrechten sowie Band 92 zum Staatsorganisationsrecht aus der JuS-Schriftenreihe des Beck-Verlages.
Der Verlag hat mir dankenswerterweise jeweils ein Exemplar zur Verfügung gestellt, was aber natürlich keinerlei Auswirkungen auf das Urteil dieser Rezension hat.
Inhalt
1) Fälle zu den Grundrechten
Das Werk umfasst 16 Grundrechtsfälle mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Es richtet sich sowohl an Anfangssemester wie auch an Examenskandidaten und Referendare. In den meisten Fällen werden typische Probleme des Verfassungsprozessrechts verwoben. Wie nicht anders zu erwarten, ist der weit überwiegende Teil der Fälle in Form der Verfassungsbeschwerde eingekleidet. Es findet sich aber auch ein Fall, der die konkrete Normenkontrolle (
Gastbeitrag: Kurz vorgestellt: Epping, Grundrechte
Geschrieben von: christoph am 17.12.2009
Wir freuen uns, heute einen Gastbeitrag von Marcus veröffentlichen zu können. Marcus ist Student an der Uni Freiburg und betreibt zudem auch einen juristischen Blog.
Kurz vorgestellt:Epping, Grundrechte, 4. Aufl. 2010, 471 Seiten, 22,95 €
Der Pieroth/Schlink wird oft von Dozenten empfohlen. Es ist auch wahrlich kein schlechtes Werk. Es hat jedoch seine Eigenheiten. Als echte Alternative dazu möchte ich an dieser Stelle den Epping empfehlen. Er bezaubert durch seinen eingängigen didaktischen Aufbau, der klaren Sprache und fährt auch keine größeren Extratouren in der Dogmatik (Stichwort: Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne), sondern stellt die relevanten Inhalte dar, die man wissen muss.
Im Aufbau unterscheidet sich Epping aber von anderen vergleichbaren Werken: Denn er fängt mit dem leichtesten Grundrecht an und geht somit nicht streng chronologisch vor, wie die meisten seiner Kollegen. Hierin liegt ein Gewinn für den Studenten, der sich zum ersten Mal mit dem Grundrechtesystem des Grundgesetzes auseinandersetzen muss.
Auch stellt Epping auf seiner…
Gastbeitrag: Rezension – Degenhart, Klausurenkurs im Staatsrecht II für Examenskandidaten
Geschrieben von: christoph am 17.12.2009
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Degenhart, Klausurenkurs im Staatsrecht II für Examenskandidaten, 5. Aufl. 2010, 437 Seiten, 20 €
Der Klausurenkurs im Staatsrecht von Degenhart wurde nunmehr in zwei eigenständige Bücher gespalten: Den neuen Klausurenkurs im Staatsrecht I, der sich vorwiegend an Anfänger wendet und den Klausurenkurs im Staatsrecht II, der sich an Examenskandidaten richtet.
Von der römischen Zahl im Titel sollte man sich nicht verwirren lassen. Auch wenn manche Universitäten und Lehrbücher nach Staatsrecht I, II, und III trennen und dabei die sachliche Auftrennung in Staatsorganisationsrecht, Grundrechte und Europarecht meinen, ist dies bei diesem Werk nicht der Fall. Bei Degenhart bedeutet die “II” lediglich, dass es sich um den zweiten Band einer Serie handelt. Ebensolches Namensschema liegt dem bekannten Klausurenkurs im Strafrecht von Werner Beulke zu Grunde (Anmerkung: Dieser wird demnächst…
Gastbeitrag: Rezension – Olzen/Wank, Zivilrechtliche Klausurenlehre
Geschrieben von: christoph am 17.12.2009
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Olzen/Wank, Zivilrechtliche Klausurenlehre mit Fallrepetitorium, 5. Aufl., Köln 2007, 34,80 €
Die “Zivilrechtliche Klausurenlehre” bietet alles aus einer Hand. Anhand von 40 Klausurfällen aus allen Gebieten des BGB soll examensrelevanter Stoff vermittelt werden. Das Buch leistet dabei aber weit mehr, als nur mustergültig gelöste Examensklausuren darzustellen.
Das Werk bietet am Anfang eine nicht nur für Anfänger besonders hilfreiche Einführung in die zivilrechtliche Falllösung, in der die Methodik der Falllösung immer in Bezug zu zivilrechtlichen Fragestellungen erörtert wird. Das fängt bei recht banal erscheinenden Hinweisen zur Erstellung einer Personenskizze und der Erarbeitung der Fallfrage an. Die Autoren widmen sich aber auch methodischen Fragen der Auslegung bis hin zu ganz praktischen Problemen der Ausarbeitung.
Der fortgeschrittene Jurastudent wird sich zwar zunächst fragen, ob die Autoren hier nicht eher die juristischen Anfänger bedienen wollten und er deshalb diesen Abschnitt überspringen sollte. Doch das ein oder andere Detail wurde mir…
Gastbeitrag: Rezension zum Hemmer-Skript „Baurecht Nordrhein-Westfalen“
Geschrieben von: christoph am 30.11.2009
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Rezension zum Hemmer-Skript „Baurcht Nordrhein-Westfalen“
Titel: Baurecht NRW, Verlag: Hemmer, Auflage: 7. Auflage, Juni 2009, ISBN: 978-3-89634-907-1, Preis: 14.80 €
Skriptenreihen sind auf dem Markt zahlreich vertreten. Die Hemmer-Skripten zählen wohl zu den bekanntesten Lernskripten, unterscheiden sich teilweise aber recht auffällig in ihrer jeweiligen Qualität. Diesmal soll das Hemmer-Skript „Baurecht Nordrhein-Westfalen“ im Blickpunkt stehen.
1. Erscheinungsbild und Aufbau
Der bekannte Hemmer-Aufbau: Anhand einer schematischen Orientierung am Prüfungsaufbau einer Klausur werden die einzelnen Themenbereiche entwickelt. Gelegentlich finden sich hervorgehobene Merksätze, Skizzen und viele Tips und Zusatzerklärungen zum Thema Gesetzessystematik und Klausuraufbau bzw. -anfertigung.
Ein breiter Rand lädt zu Anmerkungen ein. Die üblichen Randnummern dienen der fixen Orientierung, Fußnoten zeigen Literaturhinweise an (Rechtsprechung, Kommentare).
Der Aufbau ist daher insgesamt recht klar. Nur vereinzelt ist ein kurzer Blick ins Inhaltsverzeichnis notwendig, um den Überblick zu behalten. Am Ende des Skripts finden sich zahlreiche Wiederholungsfragen, die praktischerweise sehr gut in Karteikarten umgewandelt werden können.
2. Inhalt
Inhaltlich…
Rezension: Degenhart – Klausurenkurs im Staatsrecht I
Geschrieben von: christoph am 24.11.2009
Da ich momentan eine Arbeitsgemeinschaft im Staatsorganisationsrecht leite, habe ich mir eine Reihe von Fallbüchern angeschaut; unter anderem auch das jetzt neu erschienene Fallbuch von Degenhart “Klausurenkurs im Staatsrecht I – Ein Fall- und Repetitionsbuch für Anfänger” (ISBN 978-3-8114-9742-9).
Erscheinungsbild und Aufbau
Das Erscheinungsbild dieser Fallsammlung gestaltet sich wie üblich bei der Schwerpunktereihe von C.F. Müller: Die Sachverhalte und Lösungen sind lehrbuchartig mit ausreichend Zwischenüberschriften dargestellt, wobei teilweise wichtige Begriffe durch Fettdruck hervorgehoben werden. Hieran lässt sich nichts aussetzen. Wem dieses Design nicht zusagt, muss auf andere Lehrbuchreihen zurückgreifen.
Der Aufbau des Fallbuchs ist selbsterklärend: Das Buch enthält insgesamt 20 Fälle, die suksessive präsentiert werden. Ganz normal also für ein Fallbuch.
Zum Inhalt
Die Falllösung zu den Fällen sind sehr ausführlich und didaktisch gut dargestellt. Positiv fällt auch auf, dass zunächst Vorüberlegungen zu den Falllösung angestellt werden, wobei auf die einzelnen Anhaltspunkte und Textbausteine in der Klausur eingegangen wird. So wird also zumindest auch Klausurtaktik vermittelt.
Nett ist es auch, dass im Anschluss an einen Fall nochmal im Rahmen einer Wiederholung und Vertiefung abstraktes Wissen,…
Gastbeitrag: Rezension – Joecks – Studienkommentar zum StGB
Geschrieben von: christoph am 12.11.2009
Wir freuen uns, heute einen Gastbeitrag von Nicolas veröffentlichen zu können. Nicolas studiert momentan an der Uni Bonn und bereitet sich ohne Repetitor auf das Examen vor.
Seiner (dies sei vorweg genommen) durchweg positiven Rezension kann ich mich übrigens nur anschließen. Ich habe mich selbst u.a. mit diesem Lehrbuch/Kommentar für das Examen vorbereitet und muss selbst auch sagen, dass das Werk äußerst gelungen ist.
Rezension zum Studienkommentar StGB von Wolfgang Joecks:
Wolfgang Joecks, Studienkommentar StGB, Beck Juristischer Verlag, 8. Auflage, 855 Seiten, 29,50 €, ISBN-10: 3406584799
Im Rahmen meiner Examensvorbereitung ohne Repetitorium war es für mich besonders wichtig, auf die richtige Literatur zurückgreifen zu können. Für das Strafrecht hat sich dabei der Studienkommentar StGB von Wolfgang Joecks aus dem C.H. Beck Verlag als besonders wertvoll erwiesen.
1. Erscheinungsbild und Aufbau
Vorweg: Man kann mit dem Buch arbeiten! Ein oft unterschätztes, aber aus meiner Sicht sehr wichtiges Kriterium, da das systematische „zerlesen“ eines Lehrbuchs erheblich zur Verinnerlichung des Stoffs beiträgt. Das Werk eignet sich demgemäß hervorragend für Markierungen aller Art. Da auf einen Dünndruck verzichtet wurde, kann sich der Leser mit Textmarkern, Filzstiften, Kugelschreibern, o.ä.…
Rezension: Birk – Steuerrecht – 12. Auflage
Geschrieben von: christoph am 20.10.2009
Dieter Birk, Steuerrecht, 12. Aufl. 2009 C.F.Müller, Heidelberg, 497 Seiten, € 28,00, ISBN 978-3-8114-9703-0
Zum Inhalt
Das Buch „Steuerrecht“ aus der bekannten Schwerpunkte-Reihe ist als Lehrbuch konzipiert, das sich vor allem an Studenten im Schwerpunktbereich oder an Neulinge im Steuerrecht wendet. Die Neuauflage berücksichtigt die neueste Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur.
Nach einer m.E. etwas zu ausführlichen allgemeinen Erläuterung der Geschichte des Steuerrechts und den wesentlichen Begrifflichkeiten befasst sich der Autor mit den verfassungs- und europarechtlichen Grundlagen des Steuerrechts. Im Folgenden wird das Steuerschuld- und Verfahrensrecht anhand der Abgabenordnung ausführlich erläutert. Sodann widmet sich ein weiterer ausführlicher Teil dem Einkommenssteuerrecht. Das Unternehmenssteuerrecht ist ebenso erfasst. Zuletzt beschäftigt sich das Buch mit dem internationalen Steuerrecht, dem Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht, der Umsatzsteuer und der Grunderwerbssteuer.
Würdigung
Wie die lange Liste an Themenkomplexen zeigt, ist der Birk ein äußerst umfassendes Lehrbuch. Trotz der Fülle anbehandelten Themen muss ich sagen, dass alles, womit ich mich beschäftigt habe (das waren insbesondere der einleitende Teil, das Einkommenssteuerrecht und das Unternehmenssteuerrecht) äußerst instruktiv und gut verständlich dargestellt wurde. Dies ist m.E. bei einer…
Test: Online Lernsystem – www.jurastudium.de – Strafrecht BT
Geschrieben von: christoph am 18.09.2009
Vor kurzem konnte ich das Online-Lernangebot von www.jurastudium.de testen. Die Lektion, die ich mir zu Gemüte führte behandelte das Strafrecht, genau genommen den besonderen Teil (erhätlich unter http://strafrecht.paux-rein.de/).
Das Lernprogramm
Das Lernprogramm findet komplett online statt. Es muss keine zusätzliche Software heruntergeladen werden. Einmal eingeloggt, kann man entweder abstrakt gehaltene Skripten auf dem PC lesen, Fragen und Literaturnachweise zu dem jeweiligen Themenkomplex abrufen oder sich in einem Frage-Antwort-Spiel in Karteikartenmanier auf dem Computer abfragen.
Inhaltlich
Inhaltlich gilt es zu diesem Lernprogramm, wovon ich bisher nur den Strafrecht BT testen konnte, zu sagen, dass schon eine recht umfängliche Sammlung an Stoff in der Online-Datenbank vorhanden ist. Das Programm ist insofern weitestgehend vollständig, was im Strafrecht allerdings auch von jedem Lehrwerk im Grundsatz zu erwarten ist.
In puncto Schwerpunktsetzung fällt bei der Präsentation der Inhalte über den Webbrowser jedoch auf, dass eher unwichtige Details sich nicht nennenswert von den Wissen, dass Ihr definitiv können müsst, unterscheidet. Sollte man also als Anfänger mit den Inhalten konfrontiert werden, wird es schwerer als bei den meisten Skripten oder…
Besprechung: Petra Buck-Heeb, Kapitalmarktrecht, 3. Aufl. 2009
Geschrieben von: Gerrit am 25.08.2009
Petra Buck-Heeb, Kapitalmarktrecht, 3. Aufl. 2009C.F.Müller, Heidelberg, XXI, 284 Seiten, € 23,50, ISBN 978-3-8114-9704-7
Autorin
Petra-Buck-Heeb, die Autorin des besprochenen Buches, ist ordentliche Professorin für Zivilrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Leibniz Universität Hannover. Ein Schriftenverzeichnis findet sich unter http://www.jura.uni-hannover.de/buck-heeb/?c=bibliographie.php.
Buch
Das Buch „Kapitalmarktrecht“ aus der bekannten Schwerpunkte-Reihe ist als Lehrbuch konzipiert, das sich vor allem an Studenten im Schwerpunktbereich wendet. Die Neuauflage berücksichtigt die neueste Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur.
Nach einer Erläuterung der Begriffe Kapitalmarkt und Kapitalmarktrecht befasst sich die Autorin mit der Marktorganisation und der Zulassung zum Markt, den Zulassungsfolgepflichten (Insiderrecht, §§ 14, 15, 15a WpHG; Marktmissbrauch, § 20a WpHG; Beteiligungsmitteilung §§ 21 ff. WpHG etc.) sowie den Verhaltenspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Eine Darstellung der kapitalmarktrechtlichen Randgebiete WpÜG (27 Seiten)…
Kartellrecht im Schwerpunkt: Welches Lehrbuch? Beninca/Zschocke vs. Kling/Thomas vs. Emmerich
Geschrieben von: christoph am 9.08.2009
Da ich im Schwerpunktbereich viel mit Kartellrecht zu tun hatte und nunmehr auch in einer Kanzlei im Kartellrecht jobbe, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um eine Auswahl an Lehrbüchern zu diesem Thema vorzustellen. Einerseits der knapp 800 Seiten schwere Kling/Thomas, der Praxisleitfaden von Beninca/Zschocke und das Kurzlehrbuch von Emmerich.
Inhalt
Zum Inhalt der Bücher lässt sich Folgendes sagen: Alle drei Lehrbücher erfassen das deutsche sowie das europäische Kartellrecht. Der Klingt/Thomas hat hierbei wohl den höchsten Anspruch an Vollständigkeit, wobei beim Emmerich und beim Beninca/Zschocke der Umfang ungefähr gleich bemessen ist.
Fraglich ist jedoch, ob der massive Umfang des Kling/Thomas für eine Schwerpunktbereichsklausur nicht zu viel ist. Hierzu lässt sich sagen, dass das vollständige Durcharbeiten des Buchs mitunter sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Es kommt also drauf an, welchen Umfang die Schwerpunktbereichsklausur umfasst. Sofern es sich um eine von mehreren “kleinen” Klausuren handelt, ist der Umfang dieses Werkes einfach zu viel, da auch sehr viele Sonderfälle abgehandelt werden. Für eine umfassende Verbundsklausur kann dieses Werk aber genau richtig sein.
Der Emmerich hingegen ist sehr…
Rezension: Umberto Eco – Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit (Doktorarbeit) schreibt
Geschrieben von: christoph am 6.08.2009
Da ich momentan selbst promoviere, dachte ich, es kann doch sicherlich nicht schaden, mir ein Werk zu Gemüte zu führen, in dem es um genau dieses Thema geht. Das Buch richtet sich nicht explizit an Doktoranden, Diplomanden oder sonstiges, sondern soll für jede Art von Abschlussarbeit als Ratgeber heranziehbar sein.
Aufbau
Das Buch gliedert sich in die folgenden Oberthemen:
- Was ist eine wissenschaftliche Abschlussarbeit und wozu dient sie?
- Die Wahl des Themas
- Die Materialsuche
- Der Arbeitsplan
- Das Schreiben
- Die Schlussredaktion
An sich ein logischer Aufbau, wo rein formal erstmal kein Wunsch offen bleibt.
Zum Inhalt
Das Buch ist von einem italienischen Autor – Umberto Eco – geschrieben, weswegen es sich in seiner Originalfassung auch hauptsächlich an italienische Studenten richtet, die eine sog. “Tesi di Laurea” zum Abschluss ihres Studiums schreiben müssen (ein solches Werk umfasst zwischen 100 und 400 Seiten und die Anfertigung dauert zwischen 6 Monaten und 3 Jahren). Im Ergebnis kann man sagen, dass eine Übertragbarkeit der Ratschläge für eine rechtswissenschaftliche Dissertation außer Frage steht. Während dem Lesen stört es trotz allem,…
Rezension: Petersen – Die mündliche Prüfung im ersten juristischen Staatsexamen – Zivilrechtliche Prüfungsgespräche
Geschrieben von: christoph am 3.08.2009
Das Problem – wenig Literatur für die mündliche Prüfung
Ich habe während meiner Vorbereitung auf die mündliche Prüfung so einiges gelesen und war letzten Endes von der zur Verfügung stehenden Literatur nicht so wirklich begeistert. Ich las unter anderem auch das kleine Büchlein “Die mündliche Prüfung im ersten juristischen Staatsexamen”.
Allgemeine Informationen
Das Buch beginnt damit, dass zunächst einige allgemeine Informationen im Bezug auf die mündliche Prüfung preisgegeben werden. Diese Informationen sind allerdings sehr allgemein gehalten, so dass ich meinen kann, dass die Erfahrungsberichte von unserer Seite doch um einiges fundierter und vor allem lebensnaher sind. Für diese Infos braucht Ihr das Buch also wirklich nicht zu kaufen, denn Ihr werdet in dieser Hinsicht nichts Neues über die mündliche Prüfung erfahren.
Die Prüfungsgespräche
Des Weiteren enthält das Büchlein aber als Kernprogramm zehn simulierte Prüfungsgespräche, die in Form eines Dialoges präsentiert werden. Hierbei wird von vornherein angemerkt, dass es einen Prüfling wie den in dem fiktiven Gespräch im echten Leben nicht geben kann, da dieser tatsächlich alles weiß und das Gespräch natürlich immer in genau die richtige…
Kurzrezension: Alpmann Karteikarten Strafrecht BT I und II
Geschrieben von: simon am 3.08.2009
Ich möchte heute einen kleinen Erfahrungsbericht zu den Alpmann Karteikarten Strafrecht BT I und II (Vermögens- Nichtvermögensdelikte) geben.
Layout: Die Karteikarten haben ein angenehmes Format. Die Informationen sind nicht immer in ganzen Sätzen abgefasst, das ganze stellt sich eher überblicksartig und schematisch dar. So finden sich für die „großen“ Tatbestände immer Aufbauschemata, auf denen die allerwichtigsten Einzelprobleme vermerkt sind. Die Karten sind einseitig bedruckt, was schon anzeigt, dass sie sich nicht unbedingt zum „Frage-Antwort“ Spiel taugen. Eher bieten sie ein alternatives Format, den üblichen Stoff mal Stück für Stück durchzuarbeiten.
Inhalt: Auf den Karteikarten findet sich das leichte Rüstzeug für die Examensklausur, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Man kann die wichtigsten Definitionen und die Schemata wiederholen, sowie die systematischen Zusammenhänge herstellen. Man kommt sicher nicht umhin, die Karten mit eigenen Anmerkungen zu versehen, auch wenn sich schon einige Einzelprobleme finden lassen.
Für wen? Meiner Meinung nach eigenen sich die Karten nicht für das erstmalige Anlesen, auch nicht für das intensive Wiederholen, gerade wenn noch Nachholbedarf besteht oder Verständnisfragen offen sind. Dann muss auf jeden…
Rezension: Schmidt-Aßmann/Schoch – Besonderes Verwaltungsrecht
Geschrieben von: christoph am 3.08.2009
Seit nunmehr einer Woche habe ich den fast 1000 Seiten schweren “Schmidt-Aßmann - besonderes Verwaltungsrecht” bei mir stehen und muss sagen, dass ich – entgegen meiner Erwartung – von dem Werk ziemlich angetan bin.
Design/Layout
Das Layout ist schlicht, aber dennoch übersichtlich gehalten. Optische Schmankerl, wie bei einem Repetitorenskript braucht Ihr hier aber nicht zu erwarten. Es handelt sich in erster Linie um ein Nachschlagewerk und deshalb ist Funktionalität gefragt, damit so viel Inhalt wie möglich auf dem geringen Platz untergebracht werden kann.
Dennoch hat man keine Schwierigkeiten, auch mal ein ganzes Kapitel komplett durchzulesen, um mit dem Schmidt-Aßmann mal eben ein Lehrbuch zu ersetzen (so habe ich mir z.B. das Wirtschaftsverwaltungsrecht am Stück gegönnt).
Aufbau
Der Schmidt-Aßmann verfolgt in jedem Rechtsgebiet des Besonderen Teils des Verwaltungsrechts eine klare Gliederung. Angesichts der Tatsache, dass das Verwaltungsprozessrecht hier inhaltlich nicht mit einfließt, beschränkt sich das Buch lediglich auf rein materiellrechtliche Fragen.
Für Anfänger ist das Buch deshalb keinesfalls geeignet, da es zumindest ein grobes Grundverständnis für die jeweiliegen Rechtsgebiete und außerdem bei den verwaltungsprozessualen Besonderheiten verlangt.…
Rezension: Skriptenreihe JURIQ Erfolgstraining
Geschrieben von: christoph am 1.08.2009
Da ich vor kurzem vom Verlag C.F. Müller einige Skripten der Skriptenreihe “JURIQ Erfolgstraining” als Rezensionsexemplare zugesandt bekam, möchte ich deswegen nunmehr ausgehend von den Exemplaren, die ich mir bereits angeschaut habe, eine allgemeine Rezension schreiben, die sich auf alle Skripten dieser Reihe gleichermaßen bezieht.
Design/Layout
Auffällig ist, dass die Skripten, die etwas kleiner als im Din-A4-Format gehalten sind, einen Umfang von 140 Seiten jeweils nicht überschreiten. Hieraus lässt sich – bereits ohne die Exemplare gelesen zu haben – sagen, dass inhaltlich wohl teilweise Abstriche gemacht worden sind. Dies muss aber je nach Zielsetzung der Skriptenreihe nicht unbedingt von Nachteil sein.
Die Präsentation der Inhalte ist außerordentlich gut gestaltet (m.E. deutlich besser als Hemmer oder Alpmann), so dass man von der Optik her direkt Lust bekommt, sich die Inhalte zu Gemüte zu führen. Es werden generell auch sehr viele gute Skizzen präsentiert. Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, waren die teilweise etwas kindisch angehauchten Bilder, die zur Illustration mancher Probleme eingefügt sind (Beispiel: Beim Bäcker steht ein Kunde mit einer Denkblase über seinem…
Rezension – Hemmer Skript Strafprozessrecht
Geschrieben von: simon am 8.07.2009
Zum Skript
Auflage: 2. Auflage, Mai 2008
ISBN: 3-89634-817-3
Seiten: 183
Zum Inhalt
Das “dicke” Hemmer StPO Skript bereitet inhaltlich den Stoff auf, der im Rahmen der Vorbereitung auf das erste Examen auch ausreichen sollte. Der Aufbau des Skripts folgt dem Gang des Strafverfahrens, von der Aufnahme des Ermittlungsverfahrens mit den Eingriffsmaßnahmen, über das Zwischenverfahren und das Hauptverfahren mit der Hauptverhandlung. Selbstverständlich kommen die Maximen des Strafprozesses nicht zu kurz, ebenso wie die besonderen Verfahrensarten und die Rechtsmittel.
Mein Eindruck und meine Empfehlung
Das besagte Skript habe ich erstmals komplett für die Mündliche Prüfung durchgearbeitet, da ich wusste, das systematische und etwas tiefer gehende Kenntnis im Strafprozessrecht gefordert waren.
Als sehr angenehm habe ich den Aufbau des Skriptes empfunden, der chronologisch den Ablauf des kompletten Strafverfahrens abarbeitet. Letztendlich kann man sich so schon an Hand der Überschriften einen sehr guten und einfachen Überblick über die Materie verschaffen und verliert nicht den Überblick, was bei einer abstrakten Materie, wie dem Strafprozessrecht entscheidend ist.
Als etwas zu langatmig habe ich den Teil über die Standardmaßnahmen der Staatsanwaltschaft…
Rezension – Hemmer Skripten BGB AT I, II, III
Geschrieben von: christoph am 8.07.2009
Aufbau
Die Skripten von Hemmer zum BGB AT folgen einem logischen Aufbau. Das erste Skript beschreibt die Entstehung des Primäranspruchs, das zweite Skript das Scheitern des Primäranspruchs und das dritte Skript das Erlöschen des Primäranspruchs. Ansonsten sind die Skripten an sich auch klausurtypisch aufgebaut, so dass man bei jedem Prüfungspunkt genau weiß, wo man ihn in der Klausur zu verrorten hat.
Inhaltlich
Inhaltlich gilt es zu diesen drei Skripten zu sagen, dass hier beinahe keine Wünsche offen bleiben. Wer noch mehr Detailwissen haben möchte, muss schon einen Kommentar zurate ziehen. Es wird wirklich fast jedes klausurrelevante AT-Problem angesprochen und knapp und bündig erläutert.
Problematisch ist jedoch, dass das Wissen aus diesen drei Skripten fast schon über das hinausgeht, was man im AT für das Examen wissen muss. Die Skripten sollten deshalb in mancherlei Hinsicht mit Vorsicht zu genießen sein, da selbstverständlich nicht alles aus diesen Werken verinnerlich werden muss. Eine richtige Schwerpunktsetzung ist in den Skripten nur teilweise zu erkennen – an manchen Stellen werden eher unwichtige Teile der Vollständigkeit halber trotzdem sehr ausführlich…


